Haben Sie sich auch schon einmal folgende Fragen gestellt: Wie mache ich einen guten ersten Eindruck beim Kunden? Wann übergebe ich meine Visitenkarte? Wie wird in der richtigen Reihenfolge vorgestellt, wer reicht wem zuerst die Hand?
Das Beherrschen einiger Regeln, gibt Ihnen die nötige Sicherheit sich auf jedem gesellschaftlichen Parkett und in jeder unvorhersehbaren Situation bewegen zu können. Wer im Business die Benimmregeln beherrscht, ist klar im Vorteil. Innerhalb weniger Sekunden entscheiden Sympathie- oder Antipathiefaktoren über das Gelingen oder Misslingen eines Geschäftsvorhabens.
Wer grüßt zuerst?
Jede Begegnung beginnt mit einem Gruß. Bleibt es bei einem kurzen Zunicken oder begrüßt man sich per Handschlag? Ab und zu ist jeder von uns unsicher, ob er in der jeweiligen Situation richtig gehandelt hat.
Grundsätzlich grüßt der zuerst, der einen Raum betritt. Dies gilt sowohl im täglichen privaten Umgang, als auch im Geschäftsleben. Beispiele sind: Fahrstuhl, Wartezimmer, Besprechungsräume oder am Abend die Sauna.
Im Berufsleben gilt, der Rangniedere grüßt den Ranghöheren. Treffen sich Geschäftsführer und Angestellter auf dem Flur, grüßt der Angestellte den Geschäftsführer zuerst. Im Zweifel grüßt der, der jemanden zuerst erblickt.
Ein Gruß sollte möglichst mit den gleichen Worten entgegnet werden. Es klingt eher belehrend, wenn auf ein süddeutsches „Grüß Gott“ mit „Guten Tag“ geantwortet wird oder auf einen „Guten Morgen“ ein „Guter Tag“ gewünscht wird.
Passen Sie sich Ihrer Umgebung an. Fahren Sie als Bayer nach Hamburg, sollten Sie nicht mit einem "Grüß Gott" die Begrüßung beginnen. Schöner wäre sich hier der Region anzupassen. Das heisst aber nicht, dass Sie mit einem "Moin" aufwarten müssen. Ein einfaches "Guten Tag" tut es für den Anfang.
Wer gibt wem zuerst die Hand?
Die „physische“ Begrüßung des Händegebens birgt bereits die nächste Benimmfalle in sich. Es gilt die Regel: Der Ranghöhere entscheidet, ob er seinem Gegenüber die Hand reicht.
Ein Angestellter sollte also darauf warten, dass ihm nach seiner verbalen Begrüßung, die Hand vom Vorgesetzten entgegengestreckt wird. Genauso sollte ein Bewerber, der den Raum betritt „Guten Tag“ sagen, aber darauf warten, dass sein evtl. zukünftiger Vorgesetzte ihm die Hand gibt. Als Gast – egal ob Zulieferer oder Kunde – in einem fremden Büro gilt als ranghöhere Person - auch beim Vorstand. Hier darf der Gast die Hand als erster geben. Die Gastgeberrolle sollte aber auf jeden Fall im Vordergrund stehen und dieser sollte seine Gäste mit einem Händedruck willkommen heißen.
Bitte keine toten Fische überreichen
Der Handschlag ist gleichzusetzen mit dem gefühlten ersten Eindruck. Hier kommt jetzt das schwer beeinflussbare Signal der Haut ins Spiel.
Sind meine Hände feucht, kann ich sie schnell und möglichst unauffällig an meinem Stofftaschentuch in der Hosentasche abtrocknen, das ich als stilvoller Mann bei mir trage. Frauen können dies unauffällig am Oberschenkel oder Unterarm erledigen.
Kalte Hände können vorab warm gerieben werden.
Sinn und Zweck eines Händedrucks ist es, Vertrauen zu demonstrieren.
Ein Händedruck sollte bestimmt sein. Nicht zu soft, aber auch nicht zu hart.
Die Dauer beträgt ca. 1 – 2 Sekunden. Hände sollten also nach einer gewissen Zeit wieder losgelassen werden. Scheint Ihr Gegenüber Ihre Hand nicht mehr loslassen zu wollen, entspannen Sie einfach Ihren Händedruck und Ihr Händchenhalter wird Ihre Hand recht schnell freigeben. Denn jetzt hat er den altbekannten unangenehmen toten Fisch in der Hand.
Während des Händedrucks ist der Blickkontakt ein Muss. Alles andere wäre unhöflich. Der Blickkontakt wurde schon zu Ritterzeiten sehr ernst genommen. Hier wurde das Visier gehoben, um zu zeigen, dass man in Freundschaft kommt und nicht gegeneinander kämpfen wird. Deshalb sollten auch heute noch die Sonnenbrillen zur Begrüßung angehoben oder abgenommen werden.
Hände werden gereicht und nicht geschüttelt.
Und auf jeden Fall werden beim Händedruck die Hände aus den Hosentaschen genommen und zwar beide. Diese Geste entspringt auch einer alten Regel. Der Gegenüber sollte beide Hände sehen, so lief er nicht Gefahr, dass aus der Tasche eine Waffe gezückt werden konnte. Handschuhe sollten vorher ausgezogen werden, wenn der Gegenüber keine Handschuhe trägt. Doppelhandgriff oder Schultertätscheleien sind Dominanzgesten, die beim Gegenüber eher unsympathisch ankommen, wenn Sie sich nicht gut kennen.
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